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Frequently Asked Questions
Kraftstoffe allgemein
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Welche Unterschiede bestehen zwischen den Kraftstoffsorten?
Zunächst unterscheiden sich natürlich die Ottokraftstoffe grundlegend vom Dieselkraftstoff. Doch auch die Unterschiede innerhalb der Kraftstoffarten sind teilweise gravierend. Zum einen in der Qualität, die von Anbieter zu Anbieter recht verschieden sein kann, zum anderen in der Zusammensetzung.
So differenzieren sich die Ottokraftstoffe (Normal, Super, SuperPlus) bereits erheblich in ihrer typischen Zusammensetzung aus immerhin ca. 200 Kohlenwasserstoffen. Wesentlich für den Verbraucher ist die Octanzahl, die auf das jeweilige Motorkonzept des Fahrzeugs abgestimmt sein muss.
Qualitative Unterschiede, sowohl bei Otto- als auch bei Dieselkraftstoffen, resultieren zudem aus den spezifischen Additiv-Konzepten der großen Markengesellschaften, die den "Güte-Charakter" der Produkte prägen und die Auswirkungen auf das Fahrverhalten, die Motorleistung und den Verschleiß sowie auf die Abgas-Emissionen auf verschiedene Weise verbessern.
Drastische Qualitätsunterschiede zeigen sich leider auch immer wieder in Verstößen gegen die gesetzlichen DIN-Normen durch diverse branchenfremde "Billiganbieter". Diese werden dem Autofahrer meist erst dann bewusst, wenn es zu spät ist, weil der Motor bereits Schaden genommen hat. Hier kann Sparen am falschen Ende ziemlich teuer werden.
Wie unterscheiden sich die Marken, wenn die Kraftstoffe aus der gleichen Raffinerie kommen?
Der Grundkraftstoff der großen Markengesellschaften (Aral, BP, ESSO, Shell, DEA) kann von der gleichen Raffinerie kommen. Um die Transportkosten zu optimieren, haben diese Gesellschaften Tausch- und Verarbeitungsabkommen abgeschlossen.
Bei der Verladung der Kraftstoffe wird dann das Additiv der jeweiligen Gesellschaft hinzugefügt. Diese Additive verbessern die Eigenschaften der Kraftstoffe in wichtigen Punkten, wobei jede Markengesellschaft mit unterschiedlichsten Additivkonzepten verschiedene Akzente setzt.
Wodurch unterscheidet sich der Ottomotor vom Dieselmotor?
Der wesentliche Unterschied zwischen einem Otto- und einem Dieselmotor liegt in der Art der Verbrennung.
Beim Ottomotor wird das zündfähige Kraftstoff-Luft-Gemisch verdichtet und durch Fremdzündung (Zündkerze) gezündet.
Bei einem Dieselmotor wird die Luft so hoch verdichtet, dass sich der eingespritzte Kraftstoff nach der Vermischung mit der heißen Luft durch Selbstzündung entzündet.
Durch diese unterschiedlichen Verfahren ergeben sich Unterschiede im Wirkungsgrad. Ein Dieselmotor arbeitet mit weniger Verlusten, so dass der sogenannte Wirkungsgrad des Dieselmotors günstiger liegt als beim Ottomotor.
Auch beim Kraftstoffverbrauch ergeben sich Vorteile für den Dieselmotor, da dieser mit Luftüberschuss arbeitet und somit weniger Kraftstoff verbraucht.
Was passiert, wenn ich aus Versehen einen Ottomotor mit Diesel betanke?
Schon wenige Prozente Dieselkraftstoff (DK) im Benzin führen zu einer erheblichen Absenkung der Octanzahlen. Je nach dem Anteil Dieselkraftstoff tritt deshalb eine mehr oder minder starke klopfende Verbrennung auf, die zum Motorschaden führen kann. Bei einem hohen DK-Anteil springt der kalte Motor auch nicht an.
Zudem bewirken schon relativ geringe Mengen an Dieselkraftstoff im Benzin Motorenölverdünnung. Durch den zu hohen Ölstand kann es zu Katalysator- und Motorschäden kommen..
Der gesamte Kraftstoff aus dem Fahrzeugtank muss durch eine Fachwerkstatt abgelassen werden!
Ist der Kraftstoff im Sommer und im Winter gleich?
Auch Kraftstoffe müssen auf den Klimawechsel vorbereitet werden. Da der Verbrennungsprozess in Otto- wie auch in Dieselmotoren durch die Außentemperatur stark beeinflusst werden kann, weisen alle Markenkraftstoffe im Sommer und Winter unterschiedliche Eigenschaften auf. Vor allem Diesel ist als sehr "wetterfühlig" bekannt, ohne die entsprechende Einstellung würde der Kraftstoff kalte Füße bekommen bzw. ins Schwitzen geraten.
Perfekt abgestimmte Zusammensetzungen und Zusätze im Kraftstoff machen Ihre Tankfüllung deshalb sommer- oder winterfest, damit es nicht zu Start- und Fahrproblemen, Vereisungen, Überhitzungen oder Ablagerungen kommen kann.
Kann man mit Aral-Kraftstoffe weiter fahren als mit anderen?
Seit den Gründungstagen arbeitet Aral kontinuierlich an der Verbesserung und Entwicklung neuer Kraft- und Schmierstoffe.
Know-how und unser unternehmerischer Anspruch "Vorsprung durch Qualität" sorgen dafür, dass die Aral-Forschung immer wieder zum Teil bahnbrechende Produktinnovationen auf den Markt bringen kann. Aktuelles Beispiel ist die derzeit in unseren Otto- und Dieselkraftstoffen eingesetzte Additiv-Generation, die für mehr Sauberkeit und weniger Verschleiß in Motoren sorgt. Verglichen mit anderen Kraftstoffen - ohne bzw. nur mit unzureichender Additivierung - führt dies zu einer besseren Verbrennung und deshalb zu niedrigerem Kraftstoffverbrauch.
Deshalb kommen Sie mit Aral tatsächlich weiter, und sparen zudem Geld für Reparaturen infolge von Ablagerungen oder Verschleißerscheinungen, die durch Aral-Additive verhindert werden.
Wie kann der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden?
Zum einen kann der Kraftstoff-Verbrauch durch das Tanken optimal additivierter Markenkraftstoffe gesenkt werden. Zum anderen können Sie aber auch als Fahrer eine Menge dafür tun. Denn ob in der Stadt, auf der Landstraße oder der Autobahn: Überall lauern Situationen, in denen eine angemessene und bewusste Fahrweise nicht nur Ihre Nerven, sondern auch Ihre Sprit-Reserven schont.
Wieviel Kraftstoff kann man aus einem Liter Erdöl herstellen?
Die Ausbeutestruktur ist stark abhängig von der Raffineriestruktur und den jeweils eingesetzten Rohölen/ Rohölmixen.
Für eine moderne Raffinerie mit integrierter Petrochemieerzeugung sieht die Ausbeutestruktur in etwa wie folgt aus:
Bei einem Rohöleinsatz von 1to werden ca. 0,165to Ottokraftstoff und 0,250to Dieselkraftstoff produziert.
Was wiegt ein Liter Benzin bzw. Diesel?
Das spezifische Gewicht (auch Wichte genannt) ist das Verhältnis der Körpergewichtskraft eines Stoffes zu seinem Volumen.
Da das spezifische Gewicht somit von der örtlichen Schwerkraft abhängig ist, wird in der Regel die ortsunabhängige Dichte verwendet.
Der Zahlenwert der Wichte in kp/dm³ ist angenähert gleich dem Zahlenwert der Dichte in kg/dm³.
Die Dichte bei 15°C liegt für unverbleite Ottokraftstoffe DIN 228 bei 720 bis 775 kg/m³, für Diesel nach DIN 590 bei 820 bis 845 kg/m³.
Somit wiegt ein Liter Benzin zwischen 720 g und 775 g, ein Liter Diesel zwischen 820 g und 845 g.
Wie lange kann ich Kraftstoff im Kanister lagern?
Otto- und Dieselkraftstoffe verändern ihre Beschaffenheit bei Einwirkung von Luft (Sauerstoff), Feuchtigkeit und Temperatur.
Im Kanister unterliegen die Kraftstoffe folgenden Veränderungen:
Beim Ottokraftstoff können leichtflüchtige Bestandteile verdampfen und Kaltstart sowie Fahrverhalten in der Warmlaufphase der Motoren verschlechtern. Teilweise haben diese Bestandteile auch eine relativ hohe Klopffestigkeit (Octanzahlen), die sich dann auch verschlechtert.
Bedingt durch Undichtheiten/Wärmeeinwirkung unterliegen die Ottokraftstoffe auch einer natürlichen Alterung bzw. Oxidation durch Kontakt mit Sauerstoff, dies kann zu Rückständen führen.
Diesel neigt auf Grund der höheren Siedelage weniger zum Verdampfen, allerdings besteht auch hier das Problem der Alterung. Das kann zur Bildung von Sedimenten führen, die wiederum zu Rückständen im Kraftstoffsystem (z.B. verstopfte Filter) führen.
(Der Einsatz von qualitativ hochwertigen Aral-Markenkraftstoffen, die ein Multifunktionsadditiv enthalten, das u.a. einen wirksamen Alterungs- bzw. Oxidationsschutz enthält, verhindert zuverlässig die vorzeitige Alterung der Kraftstoffe.)
Weiter ist zu beachten, dass für den Sommer bzw. Winter die Ottokraftstoffe angepasst werden, d.h. die Siedekurven so ausgelegt, dass sowohl im Winter als auch im Sommer ein optimales Kalt- bzw. Heißfahrverhalten sichergestellt wird.
Beim Dieselkraftstoff ist die Kältefestigkeit, die für die jeweilige Jahreszeit spezifisch eingestellt wird, zu berücksichtigen.
Vor dem Hintergrund dieser Zusammenhänge empfehlen wir:
+ Den Inhalt des Reservekanisters mindestens einmal im Jahr austauschen.
+ Die jahreszeitliche Eignung beachten, d.h.:
Winter-Ottokraftstoff nicht im Sommer nutzen (und umgekehrt)
Sommer-Diesel nicht im Winter nutzen (umgekehrt aber problemlos)
+ Den Kanister bis etwa 95% füllen (wenig Luft, aber noch Platz zum Ausdehnen bei Wärme).
+ Markenkraftstoffe verwenden, um Qualitätsverschlechterung auch im Kanister auszuschließen.
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