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Benzinpreise 2007: Wettbewerb mit neuem Rekordstand

Datum der Veröffentlichung: 27. Dezember 2007

177 mal runter (-386,9 Cent), 125 mal rauf (+400,7 Cent) – Mehr Wettbewerb, mehr Preisbewegungen: Preiswettbewerb in acht Jahren fast dreimal so intensiv – Preise in Deutschland unter den niedrigsten in EU (ohne Steuern)

Im deutschen Tankstellenmarkt gab es in 2007 bisher Preissenkungen in der Summe von 386,9 Cent. Diesen Senkungen standen Preiserhöhungen in der Summe von 400,7 Cent gegenüber. Erhöhungen und Senkungen hielten sich wie in den Vorjahren damit nahezu die Waage. Im zurückliegenden Jahr gab es bisher 177 Tage mit Senkungen, denen 125 mit Erhöhungen folgten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um weitere 11 Erhöhungen. Im Vergleich zu 1999 (43 Erhöhungsmaßnahmen der Branche) hat sich die Anzahl fast verdreifacht.

Der Hauptgrund für diese Entwicklung ist der gesteigerte Wettbewerb. Häufige Senkungen – durchschnittlich 1,2 Cent pro Tag – machten in immer kürzeren Abständen Erhöhungen erforderlich. Ohne die immer wiederkehrenden Erhöhungsversuche hätte die gesamte Branche, große wie kleine Anbieter, extreme Verluste gemacht. Der Wettbewerb wirkt: Ohne Steuern hätte der Autofahrer im Jahresmittel an der Tankstelle je nach Kraftstoffsorte nur 46 bis 53 Cent pro Liter bezahlen müssen. Damit liegt Deutschland auf dem zweitniedrigsten Niveau von 25 EU-Ländern.
Nach der Erhöhung des Benzin und Dieselpreises um 5 bis 6 Cent je Liter Anfang 2007 – wegen des Anstiegs der Mehrwertsteuer und dem Wegfall der Steuerbefreiung von beigemischten Biokomponenten – betrug der durchschnittliche Preis für einen Liter Superbenzin 123,2 Cent. Bis zum Mai verzeichnete er einen drastischen Anstieg auf 139,4 Cent. Nach einem vorübergehenden Rückgang auf 134 Cent im August stieg er wieder an und erreichte im November mit 141,7 den Jahreshöchststand. Im Monat Dezember fiel er auf 135,9 Cent. Damit lag er rund 13 Cent über dem Januar-Niveau. Der durchschnittliche Dieselpreis betrug im Januar bei 108,1 Cent. Im Jahresverlauf verzeichnete er einen nahezu kontinuierlichen Aufwärtstrend, der sich ab August (115,2 Cent) deutlich beschleunigte. Mit 131,4 Cent erreichte er ebenfalls im November seinen Jahreshöchststand. Im Dezember liegt der Preis mit 128,6 rund 20,5 Cent über dem Januarniveau.
Der starke Anstieg des Benzinpreises im Mai erklärt sich – wie bereits in den vergangenen Jahren – durch die gestiegene Nachfrage aus den USA zu Beginn der Fahrsaison, die den Produktpreis in Rotterdam nach oben getrieben haben. Die gestiegene Nachfrage aus den USA führte auch zu einer Angleichung der Produktpreise für Normal- und Superbenzin. In den USA ist Normalbenzin aufgrund der dortigen Motorentechnik, die am meisten nachgefragte Benzinsorte. Dies führte dazu, dass im August der Preis für einen Liter Normalbenzin an den Tankstellen, zunächst um einen Cent angehoben wurde. Die fortschreitende Angleichung der Produktpreise von Normal- und Superbenzin im Jahresverlauf führte schließlich Ende November zu der Senkung des Superpreises an den Tankstellen um einen Cent je Liter. Seitdem werden Normal- und Superbenzin erstmals zum gleichen Preis angeboten.

Die Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise verlief weitgehend analog zu den Rohöl- und Produktpreisen in Rotterdam: Von etwa 55 US-Dollar je Barrel (rund 159 Liter) im Monatsdurchschnitt des Januar stieg der Rohölpreis auf 93 US-Dollar im November. Aktuell liegt er im Dezember bei rund 91 US-Dollar.

Pressefoto

Bildunterzeile:
Ohne Steuern zählt der Benzinpreis in Deutschland zu den Niedrigsten in der Europäischen Union.
Pressekontakt:

Aral Aktiengesellschaft / Bereich Presse & Externe Kommunikation
Detlef Brandenburg
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