Fachwörterlexikon
Abdampfung
Die notwendige Flüchtigkeit des Ottokraftstoffs ruft während des Fahrbetriebs durch Aufheizung des Kraftstoffsystems sowie beim Tanken Abdampfverluste hervor. So können sich beim Fahren in manchen Fahrzeugen im fast leeren Tank Temperaturen bis zu 100 °C entwickeln. Unter solchen Bedingungen dampfen leichtflüchtige Komponenten ab, und der Dampfdruck im restlichen Kraftstoff sinkt.
Die beim Betanken frei werdenden Kohlenwasserstoffe bestehen überwiegend aus Butan. Den unter Umwelt- und Gesundheitsaspekten besonders relevante Benzolanteil liegt unterhalb von 1 %. Durch Begrenzung der Kraftstoff-Flüchtigkeit, Vorkehrungen in der Fahrzeugkonstruktion (z.B. Aktivkohlebehälter) sowie spezielle Einrichtungen bei der Betankungstechnik werden heute die Abdampfungsverluste weitgehend reduziert.
Abgasrückführung
Die Abgasrückführung (AGR) wird zur Minderung von Stickstoffoxiden (NOx) bei der Verbrennung von Kraftstoff in Ottomotoren und Dieselmotoren verwendet. Diese Reduktion ist nötig, um speziell bei Verbrennungsmotoren für Fahrzeuge die vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte einzuhalten. Besondere Bedeutung hat die AGR bei magerem Verbrennungsgemisch. Auch AGR- Kühlsysteme sind im Einsatz.
Abmagerung
In einem mageren Kraftstoff-Luft-Gemisch ist der Luftanteil höher als zur vollständigen Verbrennung nötig. Durch Fehler in der Gemischregelung oder Ablagerungen auf den Einlassventilen kann es zu einer unerwünschten Reduzierung des Kraftstoffanteils kommen, die man Abmagerung nennt.
AdBlue
Ein Kunstname, der auf den sichtbaren bläulichen Schimmer abhebt, der nur durch die Lichtstreuung hervorgerufen wird. AdBlue ist vollständig farblos. Der Markenname hat inzwischen weltweite Verbreitung gefunden und ist vom Verband der Automobilindustrie lizenzrechtlich geschützt.
Additive (Dieselkraftstoffe)
Chemische Zusätze in Markenkraftstoffen von bis zu 1 %; in der Praxis sind Beimischungen von bis zu 0,3 % üblich.
Neben einer sorgsamen Auswahl der Kraftstoffkomponenten tragen die unterschiedlichen Additiv-Konzepte der Markengesellschaften in hohem Maße zum störungsfreien Fahrzeugbetrieb bei und geben den Produkten einen markenspezifischen Charakter, machen aus ihm ein "Hightechprodukt". Jede Gesellschaft hat ihre eigene Additiv-Forschung, durch den sie sich in der Qualitätsausrichtung zum einen untereinander unterscheiden, zum anderen deutlich von "Billiganbietern" abgrenzen.
Additive für Dieselmotoren sind u.a.:
Zündbeschleuniger (Erhöhung der Cetanzahl)
Oxidationsinhibitoren (Verbesserung der Haltbarkeit)
Antischaum (Verhinderung störender Schaumbildung beim Tanken)
Anti-Smoke (durch katalytische Wirkung vollständigere Verbrennung von Kohlenstoffpartikeln)
Detergents/Dispersants (Verminderung von Ablagerungen im Einspritzsystem
Additive (Ottokraftstoffe)
Chemische Zusätze in Markenkraftstoffen von bis zu 1 %; in der Praxis sind Beimischungen von bis zu 0,3 % üblich.
Neben einer sorgsamen Auswahl der Kraftstoffkomponenten tragen die unterschiedlichen Additiv-Konzepte der Markengesellschaften in hohem Maße zum störungsfreien Fahrzeugbetrieb bei und geben den Produkten einen markenspezifischen Charakter, machen aus ihnen "Hightechprodukte". Jede Gesellschaft hat ihre eigene Additiv-Konzeption, wodurch sie sich in der Qualitätsausrichtung zum einen untereinander unterscheiden, zum anderen deutlich von "Billiganbietern" abgrenzen.
Additive für Ottomotoren sind u.a.:
Antiklopfmittel (Erhöhung der Octanzahl)
Reinigungszusätze/Detergents (Verhinderung von Rückständen an allen Problemzonen)
Korrosionsinhibitoren (Zuverlässige Verhinderung Rostbildung durch Oxidation an Metallflächen)
Vereisungshemmstoffe (Verhinderung von Eisbildung im Gemischbildungssystem)
Alterungsstabilisatoren
AGR
Die Umwandlung der im Kraftstoff stofflich gespeicherten chemischen Bindungsenergie in mechanische Antriebsarbeit am Rad des Autos geht über die Verbrennung (= Oxidation) des Kraftstoffs. Vereinfacht gesagt ist dabei das Verhältnis zwischen Verbrennungsluftsauerstoff und zu verbrennendem Kraftstoff so gewählt, dass bei vollständiger und möglichst gleichmäßiger Umsetzung die Temperatur möglichst hoch ist (=Th. Optimum). Im Th. Optimum ist die Effektivität (Wirkungsgrad) am höchsten und damit der Verbrauch am niedrigsten. Je niedriger die Verbrennungstemperatur, umso niedriger ist die ungewünschte Oxidation des zwangsweise mit-oxidierten Luftstickstoffs. Es kann aber auch aus anderen Gründen (u. a. auch begrenzte Material-Temperaturbeständigkeit) sinnvoll sein, nicht zu heiß zu werden, was durch Zugabe gekühlter Abgase (Abgasrückführung, AGR) erreicht werden kann.
Alkane
Als Alkane bezeichnet man in der organischen Chemie eine Stoffgruppe einfacher Kohlenwasserstoffe, bei der keine Mehrfachbindungen zwischen den Atomen auftreten. Sie bestehen, wie alle Kohlenwasserstoffe, nur aus den beiden Elementen Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) und gehören zu den gesättigten Verbindungen.
Aromaten
Aromaten (aromatische Verbindungen) sind eine wichtige Verbindungsklasse in der organischen Chemie. Sie zeichnen sich durch eine besondere Bindungsstruktur aus. Der Begriff "Aromat" deutet nicht grundsätzlich auf ein besonderes Aroma dieser Substanzen hin. Er ist historisch begründet.
Aromaten sind zyklische Moleküle mit konjugierten Doppelbindungen. Sie haben, wenn sie die Aromatizitätskriterien erfüllen, besonders günstige Energieniveaus. Sie unterscheidenen sich in chemischen und physikalischen Eigenschaften von den übrigen organischen Verbindungen, den Aliphaten.
Asche
Asche ist der mineralische Rückstand , der beim Abbrennen von Heizöl EL und anschließendem Ausglühen des Probengefäßes als Oxid verbleibt. Sie kann aus anorganischen Fremdstoffen oder aus Zusätzen mit anorganischen Bestandteilen stammen. Heizöl El ist aufgrund seines Herstellungsverfahren frei von aschebildenden Substanzen.
Azeotropes Gemisch
Viele Stoffe bilden miteinander azeotrope Gemische, d.h. bei einem bestimmten Mischungsverhältnis besitzen sie ein Siedepunktsmaximum oder -minimum. Ein azeotropes Gemisch läßt sich durch eine einfache Destillation nicht in seine Komponenten trennen, da Flüssigkeits- und Dampfphase dieselbe Zusammensetzung besitzen.
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