Für viele beginnen jetzt die schönsten Wochen des Jahres. Häufig verzögern jedoch verstopfte Autobahnen und Baustellen den Urlaubsstart. Egal, wohin die Reise geht: eine gute Planung ist die wichtigste Voraussetzung für eine reibungslose Fahrt in den Urlaub. Bei den Automobilklubs gibt es zum Beispiel Staukalender und Infos über neuralgische Verkehrsknotenpunkte. So lassen sich die günstigsten Reisetage- und -routen teilweise schon online ausmachen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, nicht dann aufzubrechen, wenn alle fahren – etwa am ersten Ferientag. Besser einen Tag zu Hause entspannen und sich dann ausgeruht hinters Steuer setzen. Wenn es möglich ist, im Urlaubsquartier am Dienstag oder Mittwoch einchecken, denn statistisch gesehen sind dies die Tage mit der geringsten Verkehrsdichte.
Zudem ist es sinnvoll, rechtzeitig loszufahren und dabei eine Zeitreserve von mindestens einer Stunde einzuplanen. Lässt jedoch absehen, dass Termine trotzdem nicht eingehalten werden können, den Ansprechpartner am Urlaubsort telefonisch informieren. Das nimmt beiden Seiten den Stress.
Die meisten Staus werden durch Schilder oder den Verkehrsfunk angekündigt. Dann heißt es für Autofahrer auf den betroffenen Strecken: wachsam sein und die Geschwindigkeit reduzieren. Häufig kommt das Stauende überraschend hinter einer Kurve. Wer am Stauende steht oder auf die Blechlawine zurollt, sollte sofort den Warnblinker einschalten. Stehen alle Räder still, den Motor abstellen. Das schont die Umwelt und spart Sprit. Generell die Kraftstoff-Reserven nie bis zum letzten Tropfen ausreizen und rechtzeitig tanken. Denn im Stop-and-go-Verkehr verbrauchen Autos deutlich mehr Benzin oder Diesel.
Damit Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen im Stau freie Fahrt haben, muss zwischen der äußeren linken und der benachbarten Fahrspur eine Gasse frei gelassen werden. Um Rettungsfahrzeuge früh genug wahrzunehmen zu können, das Radio leiser drehen. Motorradfahrer sollten zur eigenen Sicherheit darauf verzichten, sich zwischen den Fahrzeugreihen durchzuschlängeln. Andere Verkehrsteilnehmer rechnen meist nicht mit den Bikern, und beim Öffnen von Türen oder dem Fahrspurwechsel kommt es zu gefährlichen Situationen.
Es sollten immer genügend Getränke und ausreichend Proviant an Bord sein – etwa Kekse oder Mineralwasser. Bei Hitze löscht lauwarmer Tee den Durst am besten. Auch Hygieneartikel wie Toilettenpapier und Feuchttücher fürs Händewaschen gehören ins Handschuhfach.
Kinder fangen im Stau schnell an zu quengeln. Gegen Langeweile und schlechte Laune helfen Musik-CDs, Hörbücher, mobile Spielekonsolen oder DVD-Player inklusive Kopfhörer und reichlich Lesestoff. Reizvoll für alle sind gemeinsame Spiele wie das Erraten von Automodellen oder Kfz-Kennzeichen.
Die Erwachsenen entspannen sich nachweislich bei ruhiger Musik – etwa klassischen Klängen. Laut einer Studie der Universität Liverpool bauen sie nicht nur Stress ab, sondern lassen auch die Wartezeit kürzer erscheinen.
Übrigens: Staus unter zwei Kilometern sollten eher nicht umfahren werden, weil meistens der Umweg mehr Zeit kostet, als auf der Autobahn zu bleiben.