FAQ

Was geschieht, wenn sich der Benzinpreis beim Tanken ändert?

Diese Frage haben sich viele Aral Kunden bestimmt schon gestellt. Muss ich etwa mehr bezahlen, wenn während meines Tankvorgangs der Spritpreis erhöht wird? Oder habe ich Anspruch auf den geringeren Preis, wenn beim Tanken die Kraftstoffpreise gesenkt werden?

Diese Fälle sind bei Aral ganz klar geregelt. Sehen Sie in unserem Video-Podcast, was geschieht, wenn sich der Benzinpreis beim Tanken ändert.

Wie setzt sich der Spritpreis zusammen?

Der Kraftstoffpreis setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
  • Einkaufs- bzw. Produktpreis
  • staatliche Abgaben
  • Kosten/Gewinn
Der Einkaufs- bzw. Produktpreis ist der Preis, der für das fertige Produkt Kraftstoff auf dem internationalen Beschaffungsmarkt (Europa: Rotterdam) gezahlt werden muss. Dieser Preis ist von Faktoren wie Rohölpreis, Dollarkurs und der Angebots- und Nachfragesituation auf dem Weltmarkt abhängig. Bei der Preisbildung an den internationalen Märkten spielen politische wie psychologische Faktoren ebenfalls eine Rolle: Krisen, Kriege oder Prognosen zur künftigen Preisentwicklung können den Preis beeinflussen.

Den mit Abstand größten Anteil am Kraftstoffpreis machen die staatlichen Abgaben aus. Über 56 Prozent entfallen auf die Energie- und die darin enthaltende Ökosteuer sowie auf die Mehrwertsteuer. Zusätzlich sind Mineralölunternehmen verpflichtet, einen Beitrag an den deutschen Erdölbevorratungsverband (EBV) zu zahlen – für die Einlagerung von Mengen für mögliche Krisenzeiten.

Der verbleibende Teil deckt alle anfallenden Kosten beim Unternehmen, beispielsweise die Spedition zur Tankstelle oder die Vertriebs- und Verwaltungskosten. Außerdem wird hieraus die Provision für den Tankstellenunternehmer bezahlt. Schließlich strebt Aral einen Gewinn von 1 bis 2 Cent pro Liter an.

Mehr über die Zusammensetzung des Kraftstoffpreises, können Sie auch in der Broschüre des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) "Preisbildung an Tankstellen" nachlesen.

Lohnt es sich Billigsprit zu tanken?

Vermeintlich günstiger Billigsprit kann sich ganz schnell als teures Vergnügen entpuppen.

Daher achtet Aral in seinem eigenen Kraftstoff-Forschungszentrum in Bochum auf eine hohe Qualität der eigenen Produkte. Denn Sprit ist nicht gleich Sprit. Aral veredelt die angebotenen Kraftstoffe mit ausgewählten Additivpaketen. Sie sorgen unter anderem für eine vollständigere Verbrennung, schützen vor Korrosion, vermindern die Reibung im Motor und verhindern beim Diesel die Neigung zum Aufschäumen beim Tanken.

Billiges Benzin oder billiger Diesel erfüllen zum Teil diese hohen Qualitätsanforderungen nicht. Sie können zu erhöhten Wartungskosten führen und im schlimmsten Falle sogar den Motor zerstören.

Daher lohnt es sich nicht Billigsprit zu tanken und dafür Umwege zu fahren, die zu einem Mehrverbrauch führen. Tanken Sie lieber geprüften Qualitätssprit und sparen Sie Sprit durch angemessene Fahrweise.

Und weitere Informationen zu Billigsprit und Additiven erhalten Sie auf den Internet-Seiten der Aral Forschung.

Wieso steigt der Benzinpreis immer vor Ferienbeginn?

Die oft strapazierte Aussage, bevorstehende Urlaubszeiten würden für zusätzliche Preiserhöhungen genutzt, entbehrt jeder Grundlage. Feststellen lässt sich hingegen, dass der regionale Preiswettbewerb innerhalb der Branche erheblich angezogen hat. 1999 zum Beispiel gab es 43 Erhöhungsversuche in der Branche. 2004 waren es schon 90, also mehr als doppelt so viele. Und in 2012 sind 366 Erhöhungsversuche in der Branche gestartet worden.

Es gibt mittlerweile jeden Tag einen Erhöhungsversuch. Das Auf und Ab der Benzinpreise vollzieht sich vor Urlaubszeiten genauso, wie innerhalb und außerhalb dieser Zeiträume.

Würden die regional unterschiedlichen Ferienzeiten aus der Preisgestaltung herausgenommen, so hieße das, auf mehr als 30 notwendige Preismaßnahmen im Jahr zu verzichten. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies schlicht unmöglich.

Wie sieht der Preisunterschied bei Kraftstoffen zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten aus?

Immer mehr Autofahrer fahren zum Tanken ins Ausland. Denn eine unterschiedliche Energiebesteuerung innerhalb Europas führt zu großen Preisunterschieden. 

Deutschland liegt in Europa bei den Nettopreisen für Benzin und Diesel im unteren Drittel. Das zeigt auch eine Übersicht über die Benzin- und Dieselpreise in Europa ohne Steueranteil.

Warum gibt es eigentlich so auffällige, regionale Unterschiede bei den Benzinpreisen?

Der Spritmarkt in Deutschland besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Teilmärkte. In jedem dieser Teilmärkte finden sich verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Preisen. Der jeweils günstigste Anbieter setzt die anderen Tankstellenbetreiber preislich unter Zugzwang. Wer dann keine konkurrenzfähigen Preise einstellt, verliert auf Dauer Kunden.

Insofern spiegelt sich in regional unterschiedlichen Spritpreisen der harte Wettbewerb im deutschen Spritmarkt wider.

Wie hoch ist der Steueranteil beim Sprit und wie setzt er sich zusammen?

Die Energiesteuer liegt für Benzin bei 65,5 Cent je Liter und für Diesel bei 47 Cent. Die fünf bislang durchgeführten Stufen der Ökosteuer schlagen mit 15 Cent zu Buche (I. Stufe am 1.4.1999, II. Stufe am 1.1.2000, III. Stufe am 1.1.2001, IV. Stufe am 1.1.2002, V. Stufe am 1.1.2003).

Auf die Energie- und Ökosteuer wird dann zusätzlich die Mehrwertsteuer von nun 19 Prozent (ab 1. Januar 2007) erhoben.

Damit beträgt der Anteil der Steuern beim Spritpreis mehr als 70 Prozent.

Berechnen Sie den tagesaktuellen Steueranteil am Spritpreis ganz einfach selber mit unserem Steuer-Rechner.

Haben Tankstellenpächter Einfluss auf die Spritpreise und profitieren sie von Erhöhungen?

Nein, denn die Spritpreise werden von der Unternehmenszentrale aus gesteuert.

Der Pächter ist aber aufgefordert, seine direkten Wettbewerber im eigenen Interesse zu beobachten und Spritpreis-Differenzen an die Zentrale zu melden. So sind konkurrenzfähige Spritpreise gewährleistet. Der Verkauf von Benzin und Diesel wird als Agenturgeschäft betrieben, d.h. der Pächter verkauft den Sprit im Namen und auf Rechnung von Aral.

Pro verkauftem Liter Sprit erhält der Pächter eine fixe Provision. Diese ist unabhängig vom jeweils aktuellen Spritpreis.

Welche Konsequenzen haben starke Spritpreis-Unterschiede an den Landesgrenzen für die Tankstellenpächter?

Die Tankstellenpächter in den betroffenen Grenzregionen können die Spritpreis-Differenzen nur durch Qualitätsprodukte und besonders guten Service ausgleichen. Dennoch kommt es häufig zum so genannten Tanktourismus.

Verantwortlich für die zum Teil extremen Spritpreis-Unterschiede ist die uneinheitliche Steuerpolitik in Europa. Es gibt einen breiten Spritpreis-Fächer, der stark von den unterschiedlichen nationalen Energie- und Mehrwertsteuersätzen abhängig ist.