Einspritzdüsen-Sauberkeit

Saubere Düsen für eine optimale Verbrennung

Für eine optimale Verbrennung besonders in direkteinspritzenden modernen Dieselmotoren ist entscheidend, dass die feinen Einspritzdüsen sauber bleiben. Bei modernen Diesel-Hochdruckeinspritzsystemen arbeiten die Düsen bereits über 2.000 bar. 

Um eine bestmögliche Energieumsetzung zu gewährleisten, muss an jedes Kraftstoffmolekül Sauerstoff aus der Verbrennungsluft herankommen. Dazu sind zunächst feinste Tröpfchen hilfreich, denn sie verdampfen leichter und die Gaswolke verbrennt dann fast ohne Rußbildung. Daher ist das Bestreben der Motorenbauer nach immer kleineren Tröpfchen nur über höhere Drucke bei gleichzeitig immer kleineren Düsenbohrungen realisierbar. Die heute in Serie befindlichen Injektoren haben 6, 7, 8 oder 10 Düsenbohrungen mit unter 0,1 mm Durchmesser. Ihre Größe ähnelt der eines menschlichen Haares (ca. 0,07 mm). 
Daher muss der Kraftstoff, der von ihnen unter Hochdruck verteilt wird, möglichst sauber und rein sein. Lagern sich in den Düsenbohrungen sog. Koksrückstände ab, wird die Einspritzung des Kraftstoffs und damit die Verbrennung erheblich verschlechtert. Erstens wird nicht mehr die Menge eingespritzt, die bei sauberen Düsenbohrungen durchgesetzt wird, was die Leistung negativ beeinflusst. Aber auch das Strahlbild ändert sich und es bilden sich größere Tropfen. Diese verbrennen weniger gut, dadurch erhöht sich der Partikelausstoß, und der Motor produziert aus der gleichen Kraftstoffmenge weniger Leistung. 

Bestimmte Additive leisten einen Beitrag, die Düsen sauber zu halten, aber auch Kraftstoffe, deren Siedeende relativ niedrig liegt.