Alles was Recht ist

Betrug mit falschen Etiketten - Billiger Sprit kann teuer werden

Um die Umwelt vor vermeidbaren Belastungen und den Autofahrer vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, hat der Gesetzgeber durch eine “Verordnung über die Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitätsdaten von Kraftstoffen” (10. Kraftstoffqualitätsverordnung) klare Vorgaben auf Basis von DIN-Normen aufgestellt. Diese 10. Kraftstoffqualitätsverordnung regelt die Mindestanforderungen an die Qualität und Zusammensetzung von Ottokraftstoff. Denn wenn "schlechter" Sprit als solcher erkannt wird, dann meist erst an seinen negativen Auswirkungen.

Kraftstoff, der auch nur in einem Kennwert die Norm nicht erfüllt, darf unter Strafandrohung nicht verkauft werden. Und dennoch gibt es immer wieder "schwarze Schafe", die minderwertiges Benzin in den Markt bringen. Obwohl ein nicht zu unterschätzender Anteil branchenfremder Billiganbieter solche Produkte veräußert, zeichnen alle Anbieter ihre Ware ausnahmslos mit der DIN-Plakette aus.

Bei einigen häuft sich der "Etikettenschwindel", bei anderen ist er dagegen undenkbar. Hierin zeigen sich die unterschiedlichen Ansprüche und Unternehmensziele der Marktteilnehmer: Während die einen das "schnelle Geld" suchen und bei der Produktion sowie den Additiven sparen, orientieren sich die Markenanbieter an einem überdurchschnittlichen Qualitätsniveau durch intensive Forschung und Qualitätsmanagement, um auch langfristig zufriedene Kunden bedienen zu können.

Sprit sparen

Anstatt „Billigkraftstoff“ zu tanken, sollten Sie lieber Ihren Wagen verbrauchsbewusst fahren. Auch die Umwelt und nicht zuletzt der Motor werden es Ihnen danken. Denn wer gut schaltet und sich an ein paar Tipps zur verbrauchsgünstigen Fahrweise hält, der reduziert auch die Abgasemissionen und den Verschleiß.

Schäden durch Billigsprit

Vorsicht - Billigsprit kann teuer werden

Die Falschauszeichnung ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann zu schwerwiegenden Schäden führen. Eine zu niedrige Oktanzahl etwa kann zu gefährlichem Hochgeschwindigkeitsklopfen führen, das u.U. bei hohem Tempo nicht gehört wird. Mögliche Schäden, wie z.B. durchgebrannte Kolben, sind dann nicht mehr korrigierbar. Unangenehm bemerkbar macht sich auch ein zu hoher Dampfdruck durch eine überhöhte Beimischung von preiswerten Komponenten wie Butan oder Methanol. Vor allem an heißen Tagen kann dies Startschwierigkeiten sowie Rucken im Fahrbetrieb verursachen. 

Es ist also Vorsicht geboten, denn Billigsprit kann teuer werden.