Bio-Methan

Biogas als Alternative?

Biogas im engeren Sinne ist ein Gasgemisch im Durchschnitt bestehend aus: 60% Methan, 35% Kohlendioxid, 3,1% Wasserdampf, 1% Stickstoff, 0,3% Sauerstoff, <1% Wasserstoff, 0,7 mg/m3 Ammoniak, 500 mg/m3 Schwefel- wasserstoff (Quelle: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs e.V.). Abhängig von den äußeren Bedingungen können diese Verhältnisse stark variieren und der Gehalt an Methan im Biogas kann zwischen 45 und 70% liegen. Biomethan wird aus Biogas durch Abtrennung der Begleitstoffe gewonnen. 
 
Es ist chemisch identisch mit Methan wie es z.B. als Hauptkomponente im Erdgas vorkommt. Methan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Alkane und der einfachste Kohlenwasserstoff überhaupt. Methan ist ein farbloses und geruchloses Gas. Da Methan gasförmig ist, benötigt man einen speziell angepassten Tank für das komprimierte Gas, um es als Kraftstoff in Fahrzeugen nutzen zu können. 

Eigenschaften von Bio-Methan

Molmasse
16,04 g/mol
Dichte
0,722 kg/m³
Siedepunkt
-161,7°C
Kritischer Punkt
-82,6°C & 45,96 bar
Heizwert
35,89 MJ/Nm³
Research Oktanzahl
130

Herstellung und Verwendung

Biogas entsteht durch anaerobe mikrobielle Faulung von Biomasse. Das Mengenverhältnis der entstehenden Biogas-Komponenten wird beeinflusst durch Ausgangsstoffe, pH-Wert, Temperatur und Faulungsverlauf. Hauptkomponente von Biogas ist Biomethan. Für den Einsatz in Fahrzeugen ist es erforderlich, das Biomethan von den anderen Komponenten des Biogases abzutrennen. Dieser Reinigungsprozess besteht aus Biogasentschwefelung und Entfernung der Ammoniakspuren, Biogastrocknung (Entfernung des Wasseranteils), CO2-Abtrennung (durch Druckwasserwäsche oder Druckwechseladsorption) und Biogaskomprimierung (für den Transport).

Biogas wird derzeit hauptsächlich am Entstehungsort energetisch umgesetzt, um Strom und Wärme zu produzieren. Auf diese Weise vermeidet man energieaufwendige Trennverfahren und kann so die gesamte Energie des Biogases nutzen. Es wird überlegt, aufgereinigtes Biomethan in das existierende Erdgas-Versorgungsnetz einzuspeisen, wie es beispielsweise in der Schweiz bereits praktiziert wird. Auf diese Weise hätte dann das Erdgas von Erdgas-Tankstellen immer einen gewissen Anteil Biomethan.