Butanol

Komponente für Biokraftstoffe der nächsten Generation

Butanol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Alkohole. Von diesem aliphatischen Alkohol gibt es 4 Isomere (1-Butanol, 2-Butanol, Iso-Butanol und tertiär Butanol. Butanole sind farblose, klare Flüssigkeiten mit charakteristischem Geruch, die mit Wasser nur sehr begrenzt mischbar sind, mit Ottokraftstoff aber in jedem Verhältnis. Der Energieinhalt von Butanol liegt unter dem von Ottokraftstoff ist aber deutlich höher als der von Ethanol.

Bei Verwendung von Butanol-Ottokraftstoff-Gemischen liegt der Kraftstoffverbrauch unter identischen Fahrtbedingungen unter dem Kraftstoffverbrauch von Ethanol-Ottokraftstoff-Gemischen mit einem vergleichbaren Alkoholgehalt. Der niedrigere Dampfdruck von Butanol sowie die schlechtere Mischbarkeit mit Wasser sind im Hinblick auf den Einsatz in Ottokraftstoffen im Vergleich zu Ethanol Vorteile. Diese Vorteile können auch für Butanol-Ethanol-Ottokrafstoff-Gemische genutzt werden.

Eigenschaften von Butanol

Isomer
1-Butanol 	
2-Butanol
Iso-Butanol
Tertiär Butanol
Molmasse
74,12 g/mol
74,12 g/mol
74,12 g/mol
74,12 g/mol
Dichte (bei 15°C)
810 kg/m³
810 kg/m³
810 kg/m³
810 kg/m³
Siedepunkt
117,7°C
99°C
108°C
182°C
Dampfdruck (bei 20 °C)
5,6 hPa
17 hPa
12 hPa
12 hPa
Löslichk.  in Wasser (bei 25°C/*20°C)
80 g/liter
210 g/liter
95 g/liter
mischbar
Volumetrische Energiedichte
Ca. 27,0 MJ/liter
Ca. 27,0 MJ/liter
Ca. 27,0 MJ/liter
Ca. 27,0 MJ/liter
Research Oktanzahl
94
106
105
109

Herstellung und Verwendung

1-Butanol, 2-Butanol und Iso-Butanol als Biokraftstoff-Komponente kann man biotechnologisch erzeugen durch fermentative Umsetzung von Zuckern oder Stärke durch geeignete Mikroorganismen. Als Rohstoffe können Zuckerrohr, Mais, Weizen oder auch Zuckerrüben verwendet werden. Gelingt die chemische Umsetzung von Cellulose zu fermentierbaren Zuckern, so kann in Zukunft auch Cellulose für die Herstellung von Butanolen eingesetzt werden. Die Verwendung von Cellulose ist aufgrund ihrer höheren Verfügbarkeit vorteilhaft.