Wasserstoffkreislauf

Die Zwischenbilanz der Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie (VES) des Bundesverkehrsministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass Wasserstoff langfristig der geeignetste alternative Kraftstoff der Zukunft ist.

Dies hat gute Gründe, denn Wasserstoff verhält sich in Bezug auf die beiden Hauptkriterien
  • Rohstoffverfügbarkeit
  • Kohlendioxid (CO2)- Emissionen
besonders vorteilhaft. Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass noch viele Herausforderungen und Hürden bis zur echten Marktfähigkeit zu bewältigen sind.

Das größte Problem ist die kostengünstige und nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff. Aral erforscht in diesem Zusammenhang die verbrennungs- und abgasfreie Herstellung von Wasserstoff aus herkömmlichen Kraftstoffen.

Universell vorhanden und schadstoffrei

Das Gas Wasserstoff (H2) kann aus wasserstoffhaltigen Substanzen wie Wasser, Erdöl, Erdgas oder Biomasse unter Einsatz von zusätzlicher Energie hergestellt werden. Im Idealfall, der leider durch extreme Kosten oder klimatische Bedingungen keine bedeutende praktische Rolle spielt, wird Wasserstoff aus Wasser mit Hilfe von Sonnenenergie gewonnen.

H2O + Energie ---> 2 H2 + O2

Bei der Verbrennung von Wasserstoff mit dem Luftsauerstoff im Motor entsteht wiederum Wasser, das in den Kreislauf zurückgelangt. Dieser Vorgang kann praktisch völlig schadstofffrei gestaltet werden.

2 H2 + O2 ---> H2O

Verschiedene Formen von Wasserstoff

1. Gasförmiger Wasserstoff

Der gasförmige Wasserstoff (GH2) hat volumenbezogen leider nur einen sehr geringen Energiegehalt; mit entsprechenden Nachteilen für die Fahrzeugreichweite und die Tankgröße. Um dies zu kompensieren, kommt für den Fahrzeugbetrieb nur hoch verdichteter oder - mit zusätzlichem Energieaufwand - verflüssigter Wasserstoff (LH2) in Frage.

2. Flüssiger Wasserstoff

Vom Energiegehalt entspricht ein Liter flüssiger Wasserstoff (LH2) immerhin etwa dem Äquivalent von rund 0,3 Liter konventionellem Ottokraftstoff. Flüssiger Wasserstoff stellt jedoch aufgrund des hohen Drucks und der extrem tiefen Temperatur von minus 253 Grad Celsius komplexe Anforderungen an die Betankungstechnik und den Fahrzeugbau.